Resilienz (v. lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) ist die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

(Quelle: Wikipedia.de | 20.07.2014)

Früher bezeichnete man Resilienz als eine spezielle Eigenschaft von Personen (besonders Kindern), die ihre psychische Gesundheit unter Bedingungen aufrecht erhielten, unter denen die meisten Menschen zerbrochen wären. Um ein Kind als „resilient“ zu bezeichnen, wurden oft Merkmale der Lebensführung miteinbezogen. Häufig wurden etwa Kinder so beschrieben, die – trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie Armut oder Flüchtlingssituation in der Kindheit – im Erwachsenenalter eine qualifizierte Berufstätigkeit ausübten, nicht mit dem Gesetz in Konflikt kamen und psychisch unauffällig waren. Später wurde die Bedeutung ausgeweitet. Dies ist mit der Erkenntnis verbunden, dass psychische Widerstandsfähigkeit nicht nur in Extremsituationen, sondern jederzeit von Vorteil ist.

Menschen werden im Allgemeinen als resilient bezeichnet, wenn diese in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das durch Risikofaktoren wie zum Beispiel Armut, Drogenkonsum oder Gewalt gekennzeichnet ist, und sich dennoch zu erfolgreich sozialisierten Erwachsenen entwickeln. Resiliente Personen haben gelernt, dass sie es sind, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen (sogenannte Kontrollüberzeugung). Sie vertrauen nicht auf Glück oder Zufall, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand. Sie ergreifen Möglichkeiten, wenn sie sich bieten. Sie haben ein realistisches Bild von Selbstwirksamkeit und ihren Fähigkeiten.

Auch Menschen, die nach einem Trauma, wie etwa aufgrund von Gewalt, Vergewaltigung, dem plötzlichen Verlust nahestehender Angehöriger oder Kriegserlebnissen nicht aufgeben, sondern die Fähigkeit entwickeln, weiterzumachen, werden als resilient bezeichnet.

Resiliente Personen weisen sich durch Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit, Aufmerksamkeit, Neugier und Selbstvertrauen aus.